Sonntag, 6. August 2017

Jennifer Niven - Stell dir vor, dass ich dich liebe


Autorin: Jennifer Niven
Titel: Stell dir vor, dass ich dich liebe
Preis: 14,99€
Seiten: 464
Verlag: Fischer
Erscheinungstag: 22. Juni 2017
Teil einer Reihe: -








Jack ist der Coolste, der Schönste, von allen geliebt und begehrt. Doch er hat ein Geheimnis: Er ist gesichtsblind. Auf Partys fällt es ihm schwer, seine Freundin unter all den anderen Frauen zu erkennen. Für ihn sieht ein Gesicht wie das andere aus. Dass er schon mal einer vollkommen Fremden ein »Hey Baby« ins Ohr raunt, halten alle für Coolness. Doch Jacks ganzes Leben besteht aus Strategien und Lügen, um sein Problem zu vertuschen: Immer cool bleiben, auch wenn er mal die Falsche küsst. Jedes Fettnäpfchen eine Showbühne! Und dann kommt Libby, die in den Augen vieler so unperfekt ist, wie man nur sein kann. Denn Libby ist übergewichtig. Keine Strategie der Welt kann das vertuschen. Libby ist die Einzige, die erkennt, was hinter Jacks ewigem Lächeln steckt. Bei ihr kann Jack zum ersten Mal einfach er selbst sein. 
Aber hat einer wie Jack den Mut, zu einer wie Libby zu stehen?
(Quelle: Verlag)




Auf dieses Buch habe ich mich vor der Erscheinung schon sehr gefreut, denn von der Autorin habe ich schon sehr viel Positives gehört und auch der Klappentext zu ihrem zweiten Buch hörte sich sehr gut und interessant an.

Dies war mein erstes Buch von Jennifer Niven, auch wenn sie mit "All die verdammt perfekten Tage" bereits die Bloggerwelt begeistert hat. Dem Hype habe ich mich entzogen, aber bei ihrem zweiten Buch hat mich der Klappentext einfach gepackt. Auch wenn ich doch sehr überrascht war, als ich mit dem Lesen begonnen habe und feststellte, dass Libby und Jack im Teenageralter sind. Ich habe vom Klappentext her irgendwie damit gerechnet, dass sie schon erwachsen sind.

Das fand ich zwar gar nicht schlimm, es brachte mich nur zu Beginn der Geschichte ein bisschen aus dem Konzept. Geschrieben wurde die Geschichte abwechselnd aus der Sichtweise von Jack und Libby. Das hat mir sehr gut gefallen, da ich so beide Charaktere unabhängig voneinander kennen lernen und mir ein Bild von ihnen machen konnte.

Libby hat nachdem vor Jahren ihre Mutter überraschend gestorben ist mit Gewichtsproblemen zu kämpfen. Unter anderem musste sie aus ihrem Haus rausgeschnitten werden, damit man ihr helfen und sie schlussendlich auch zum abnehmen bewegen konnte. Jack dagegen sieht wirklich gut aus - was er auch weiß - nur sein Problem liegt darin, dass er keine Gesichter erkennen kann. Er sieht sie, kann sie aber nicht in seinem Kopf abrufen und so orientiert er sich an den Frisuren und Klamotten - was natürlich nicht immer so leicht ist.

Beide begegnen sich an Libbys erstem Schultag seit Jahren und das Aufeinandertreffen verläuft nicht gerade harmonisch. Es endet damit, dass Libby Jack auf die Nase boxt. Das hört sich im ersten Monat schon sehr lustig an, aber der Hintergrund ist es leider eher weniger. Denn Jennifer Niven hat ein sehr bewegendes Buch über Mobbing, seine Folgen und zwei Charakteren geschrieben, die versuchen sich in ihren Körpern wohl zu fühlen.

Die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen und ich kann sie wirklich weiterempfehlen. Mein einziger Kritikpunkt sind Längen in der Geschichte. Oft schlichen sich diese ein und zogen für mich diese tolle und gedankenanregende Geschichte gefühlt in die Länge. Wären diese nicht gewesen, dann hätte ich mit "Stell dir vor, dass ich dich liebe" ein Highlight-Buch gefunden.




Der Einzelband "Stell dir vor, dass ich dich liebe" konnte mich mit seinem ernsten Thema erstaunlich gut begeistern. Mein einziger Kritikpunkt sind Längen, die sich in die Geschichte eingeschlichen haben und das Buch gefühlt in die Länge gezogen haben.


Ich vergebe 4 Punkte.

Danke an Fischer für das Rezensionsexemplar.


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